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Funktionsdiagnostik der Neuroendokrinologie

In der Klinischen Neuroendokrinologie stehen folgende diagnostische Verfahren zur Verfügung:

  • Hormondiagnostik / Endokrinologische Basal- und Funktionsdiagnostik
  • Ultraschall (Sonographie)
  • Osteosonographie
  • Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie / MRT)
  • Elektrokardiographie (EKG)
  • 24 Stunden Langzeit-EKG
  • 24 Stunden Langzeit-Blutdruckmessung
  • Ultraschallkardiographie (UKG)
  • Perimetrie (Gesichtsfelduntersuchung)
  • Muskelkraftmessung
  • Messung der Körperzusammensetzung
  • Individuelle Ernährungs- und Diabetesberatung

 

Im weiteren werden die einzelnen Untersuchungsmethoden vorgestellt.

 

Ultraschall:

Eine Ultraschalluntersuchung als bildgebendes Verfahren eignet sich zur Untersuchung vieler Organe und beinhaltet keine Strahlenbelastung. Im Rahmen der internistischen Abdomensonographie werden Bauchorgane wie Leber, Milz und Nieren und verschiedene endokrine Organe wie Bauchspeicheldrüse und Nebennieren sowie die Gonaden (Ovarien, Hoden, Prostata) mittels Ultraschall untersucht. Außerdem können die Brustdrüsen und die Schilddrüse sowie die Nebenschilddrüsen mit diesem Verfahren untersucht werden. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung, wie etwa M. Basedow oder Thyreoiditis kann unter anderem das Schilddrüsenvolumen gemessen und die Binnenstruktur der Schilddrüse beurteilt werden.

 

Osteosonographie:

Die Knochen werden ständig regeneriert, indem altes Knochengewebe abgebaut und neues gebildet wird. Bei manchen endokrinologischen Erkrankungen oder z. B. auch bei Frauen nach der Menopause ist dieses Gleichgewicht gestört. Dabei wird das Knochengewebe schneller abgebaut als neu gebildet. Die Osteosonographie gibt ohne Strahlenbelastung Aufschluss über die Knochendichte und ermöglicht eine Bewertung des Frakturrisikos. Stellt sich dabei heraus, dass die Dichte vermindert ist, können entsprechende medikamentöse Maßnahmen ergriffen und der Therapieerfolg mit dergleichen Methode kontrolliert werden.

 

MRT:

Das MRT ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Gewebestrukturen im Körperinnern mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen. Ein Computer berechnet aus den Signalen ein Schnittbild durch den Körper. Schon geringfügige Veränderungen im Körper können auf diese Weise entdeckt werden. Besteht bei einer Untersuchung in unserer Ambulanz bei einem Patienten z. B. der Verdacht auf ein Mikroadenom der Hypophyse, vereinbaren wir für den Patienten einen Termin in der MRT-Abteilung unseres Hauses. Der dort erhobene Befund wird dann in unsere Diagnostik mit einbezogen und ein Therapievorschlag an den Hausarzt des Patienten, ggf. weitere Spezialisten und an den Patienten selbst übermittelt.

 

EKG:

Bei der Elektrokardiographie (EKG) werden die elektrischen Aktivitäten des Herzens abgeleitet und in Kurven aufgezeichnet. Der Arzt erhält durch das EKG Auskunft über Herzrhythmus und Herzfrequenz sowie über Störungen der Erregungsbildung, -ausbreitung und –rückbildung im Erregungsleitungssystem und in der Herzmuskulatur. Durch von der Norm abweichende Kurvenveränderungen lassen sich zahlreiche Erkrankungen erkennen. Auch bei Überdosierung bestimmter Medikamente oder Elektrolytstörungen ist das EKG pathologisch verändert. Im Rahmen der internistisch-endokrinologischen Untersuchung in unserer Ambulanz entscheidet der Arzt, ob ein EKG sinnvoll ist. Falls nötig, wird im Anschluss an das Gespräch direkt in unserer Ambulanz ein EKG durchgeführt.

 

24-h-Langzeit-EKG:

Sind im Ruhe-EKG Auffälligkeiten festgestellt worden, kann unter Umständen ein 24-h-Langzeit-EKG nötig sein, um weitere Aufschlüsse über die Art der Herzstörung zu erhalten. Dabei trägt der Patient über 24 Stunden ein tragbares EKG-Gerät mit sich. Falls erforderlich, wird der Patient im Rahmen eines Konsiliardienstes an die Kollegen der Kardiologie des Krankenhauses München Schwabing verwiesen.

 

24-Stunden-Langzeit-Blutdruckmessung:

Bei einer Langzeitmessung wird der Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden regelmäßig gemessen und ein Blutdruck-Profil erstellt. Für eine Langzeit-Blutdruckmessung erhält der Patient ein spezielles Messgerät, das aus einer Manschette am Oberarm und einem kleinen Aufnahmegerät am Gürtel besteht. In festen Abständen von 15 Minuten tagsüber und 30 Minuten nachts misst das Gerät automatisch den Blutdruck und zeichnet ihn 24 Stunden lang auf.

 

UKG:

Die UKG ist eine nichtinvasive und patientenschonende sonographische Untersuchung des Herzens. Sie wird durchgeführt um die verschiedenen anatomischen Herzstrukturen wie Muskulatur und Klappen sowie deren Funktion zu beurteilen.

 

Perimetrie:

Unter Perimetrie versteht man die "Ausmessung" des Gesichtsfeldes. Sie ermöglicht die Erkennung physiologischer aber auch anatomischer Anomalien bzw. Defekte. Leidet z. B. ein Patient unter einem Hypophysenadenom, das auf den Sehnerv drückt, kann das Gesichtsfeld eingeschränkt sein. Notwenige Untersuchungen führt die Neuropsychologie in unserem Hauses durch.

 

Muskelkraftmessung:

Die Handgriffstärke, ein Maß der Muskelkraft, kann beispielsweise vor Einleitung einer  Wachstumshormonsubstitution mittels Handdynamometer gemessen und im Verlauf beurteilt werden.

 

Messung der Körperzusammensetzung:

Nicht nur das Ausmaß von Übergewicht, sondern auch die Verteilung des Fettgewebes im Körper ist von erheblicher gesundheitlicher Bedeutung. Verschiedene Methoden stehen zur Beurteilung der Körperzusammensetzung und Verlaufsbeobachtung etwa im Rahmen einer gewichtsreduzierenden Diät  zur Verfügung. Der Quotient aus Taillen- und Hüftumfang wird nach Messung mittels eines einfachen Maßbandes errechnet. Bei der Bioelektrischen Impedanz Analyse (BIA) wird mittels zweier Elektroden, über die das Messgerät einen schwachen, ungefährlichen Messstrom durch den Körper schickt, der Widerstandwert des Körpers ermittelt. Die Ergebnisse liefern Auskunft über die Körperzusammensetzung. Dabei werden neben dem Körperfettanteil auch die Muskelmasse und der Wasseranteil gemessen. Bei der Infrarotmessung wird Infrarotlicht durch den Oberarm gesendet, wobei die Reststrahlung differenziert betrachtet wird und Aufschluss über die Körperzusammensetzung gibt. Mittels der Körperfett-Waage sind einfache und schnelle Verlaufsmessungen  möglich.

 

Ernährungsberatung und Diabetesberatung:

Zahlreiche Erkrankungen machen eine Ernährungsumstellung dringend erforderlich. Ziel der Ernährungs- und Diabetesberatung in unserem Hause ist es, den Patienten hierbei zu unterstützen. Zunächst wird der Patient zu seinen bisherigen Ernährungsgewohnheiten befragt. Diese werden im Anschluss analysiert und – so weit erforderlich – korrigiert. Tipps und Kenntnisse zur richtigen und speziell für ihn gesunden Ernährung werden dem Patienten vermittelt.