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Experte:

Prof. Dr. Günter Stalla

 

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Akromegalie

Was ist eine Akromegalie?

Die Akromegalie ist eine Erkrankung, bei der die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) große Mengen an Wachstumshormon bildet und freisetzt. Bei fast allen Patienten wird die Erkrankung durch eine gutartige Geschwulst der Hirnanhangsdrüse verursacht.

 

 

Welche Beschwerden treten auf?

Im Kindesalter entsteht durch die übermäßige Bildung des Wachstumshormons ein Riesenwuchs. Im Erwachsenenalter beginnen andere Körperteile zu wachsen, da Erwachsene nicht mehr in die Länge wachsen können. Die Beschwerden entwickeln sich oft langsam und werden lange nicht bemerkt:

  • Vergrößerung der Zunge und des Gaumensegels
  • Vergröberung der Gesichtszüge durch Wachstum von Nase, Jochbogen, Kinn etc.
  • Größerwerden von Händen und Füßen
  • Auch innere Organe können sich vergrößern.

 

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Eine Akromegalie wird in der Regel durch einen Hormonspezialisten (Endokrinologen) untersucht. Er stellt fest, dass zuviel Wachstumshormon und IGF-I im Blut ist. IGF-I (Insulin like growth factor I) ist ein insulinähnliches Hormon, das von der Leber auf Reiz durch Wachstumshormon gebildet wird, und viele der Wirkungen von Wachstumshormon übermittelt.

Außerdem muss durch eine Magnetresonanztomographie die Geschwulst in der Hirnanhangsdrüse nachgewiesen werden. Eine Geschwulst der Hypophyse kann auf den Sehnerv drücken und ihn schädigen, weshalb eine Untersuchung durch einen Augenarzt nötig ist.

Weitere Untersuchungen sind ein EKG, eine Herzschalluntersuchung, eine Lungenfunktionsprüfung und eine Röntgenuntersuchung von Herz und Lunge.

 

 

Wie wird eine Akromegalie behandelt?

Für den Großteil der Patienten steht die Entfernung des Geschwulst durch eine Operation an erster Stelle der Behandlung.

Ein zweites Behandlungsverfahren ist die Strahlentherapie. Diese kann notwendig werden, da bei manchen Patienten eine größere Geschwulst nicht allein durch eine Operation komplett entfernt werden kann.

Alternativ oder wenn der Zeitraum bis zum Erfolg der Strahlentherapie überbrückt werden muss, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Hier gibt es grundsätzlich drei verschiedene Medikamente:

  • die Dopamin-Agonisten
  • die Somatostatin-Agonisten
  • die Wachstumshormonrezeptor-Antagonisten.

 

Was kommt nach der Behandlung?

Jeder Hypophysentumor muss lebenslänglich kontrolliert werden, da auch nach jahrelanger Tumorfreiheit ein Wiederauftreten beschrieben ist.

 

 

 

Weitere endokrine Erkrankungen:

interner Link1. Addison-Krankheit

interner Link3. Cushing-Syndrom

interner Link4. Hormonmangel

interner Link5. Prolaktinom