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Experte:

Prof. Dr. Frank Weber

 

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Hilfe finden Sie bei unserer:

 linkPfeilAmbulanz für entzündliche ZNS-Erkrankungen

 

1. Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose oder Encephalomyelitis disseminata (ED) ist eine chronisch- entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Kennzeichnend für die Erkrankung sind klar abgrenzbare Entzündungsherde, die an verschiedenen Stellen im Gehirn und Rückenmark auftreten. Abhängig vom Ort des Auftretens der Herde können verschiedenste Beschwerden wie z. B. Lähmungen, Gefühls-, Seh-, Blasen- und Koordinationsstörungen auftreten.

Neben diesen in der neurologischen Untersuchung feststellbaren Symptomen sind auch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie eine frühere Erschöpfbarkeit, das sogenannte „Fatigue Syndrom“, nachweisbar.

 

Charakteristischerweise treten die Beschwerden zu Beginn der Erkrankung in Schüben auf, die sich nach Tagen bzw. Wochen ganz oder teilweise zurückbilden. Sowohl die Art der Beschwerden als auch der Zeitpunkt eines Schubes lassen sich nicht voraussagen, so dass die Erkrankung durch einen sehr variablen Verlauf gekennzeichnet ist. Später im Krankheitsverlauf geht ca. die Hälfte der Patienten mit schubförmigem Verlauf, in den sekundär chronisch progredienten Verlauf über, der durch eine kontinuierliche, langsam zunehmende Verschlechterung gekennzeichnet ist. Schübe können diesen Verlauf überlagern oder gänzlich ausbleiben.

Ca. 10 – 15% der Patienten haben keine Schübe und zeigen von Beginn an eine langsam zunehmende Verschlechterung der Erkrankung. Diese Patienten werden als primär chronisch progredient bezeichnet.

 

 

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