Wie verläuft die Multiple Sklerose?
Zu Beginn der Erkrankung lässt sich die Schwere des Krankheitsverlaufs nicht voraussagen – der Verlauf ist sehr variabel. Manche Patienten zeigen einen milden Verlauf mit wenigen Schüben, die sich gut zurückbilden. Andere Patienten erleiden schwere Schübe mit schlechter Rückbildung und Übergang in einen chronisch fortschreitenden Verlauf, der zu schwerer Behinderung führen kann. Der Tod an Multipler Sklerose ist jedoch sehr selten und tritt nur auf, wenn lebenswichtige Zentren im Gehirn, z. B. das Atmungszentrum im Hirnstamm direkt von einem entzündlichen Herd betroffen sind. Allerdings kann beispielsweise durch das Auftreten von schweren Lähmungen die Bewegungsfähigkeit so stark eingeschränkt werden, dass Zweiterkrankungen wie Lungenentzündung oder tiefe Beinvenenthrombosen mit anschließender Lungenembolie auftreten, die einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen können. Um abzuschätzen, ob ein milder oder ein schwerer Verlauf vorliegt, ist eine lange Beobachtungszeit von ca. fünf Jahren notwendig. Wenn induziert sollte möglichst rasch mit einer immunmodulatorischen Therapie begonnen werden, da die bisherigen Ergebnisse darauf hinweisen, dass die Therapie besonders wirksam ist, wenn sie frühzeitig einsetzt.
Nächste Frage:


