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Experte:

Prof. Dr. Frank Weber

 

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 linkPfeilAmbulanz für entzündliche ZNS-Erkrankungen

 

Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung

Die sogenannten Basistherapeutika, wie Interferon ß und Glatirameracetat sind meist gut verträglich, müssen jedoch mehrfach die Woche, oder mehrfach im Monat unter die Haut oder in den Muskel injiziert werden. Bei der Behandlung mit Interferon ß können die Patienten unter grippeartigen Nebenwirkungen leiden, die mit Hilfe von fiebersenkenden Mitteln wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen, behandelt werden. Weiterhin ist eine Kontrolle des Blutbildes und der Leberwerte notwendig. Bei Glatirameracetat, das täglich unter die Haut injiziert werden muss, können Hautreizungen auftreten. Grippeartige Nebenwirkungen treten hierbei nicht auf und eine Kontrolle von Leberwerten und Blutbild ist nicht notwendig.

 

Natalizumab wird einmal im Monat als Infusion verabreicht. Hier ist insbesondere auf allergische Nebenwirkungen und auf das Auftreten einer seltenen Viruserkrankung des Gehirns, der sogenannten progressiven multifokalen Leukencephalopathie (PML) zu achten.

Mitoxantron ist ein Zytostatikum, das auch zur Behandlung von Leukämie und Brustkrebs eingesetzt wird. Bei dieser Anwendung sind verschiedene Untersuchungen wie z. B. EKG und Ultraschalluntersuchung des Herzens sowie regelmäßige Blutbild- und Leberwertkontrollen notwendig. Insgesamt ist jedoch zu betonen, dass bei richtiger Anwendung und Durchführung entsprechender Kontrolluntersuchungen die Verträglichkeit der Medikamente meist sehr gut ist.

 

 

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