Wie wird das idiopathische Parkinsonsyndrom behandelt?
Bis heute existiert leider noch keine ursächliche Behandlung des Parkinsonsyndroms, die das weitere Absterben der Nervenzellen verhindern oder zumindest aufhalten könnte. Daher muss man sich mit der Behandlung der Symptome des Parkinsonsyndroms begnügen. Diese Behandlung wurde in den letzten Jahren aber kontinuierlich verbessert und ermöglicht dem Patienten - zumindest in den ersten Jahren, manchmal auch Jahrzehnten, der Erkrankung - ein nahezu unbehindertes Leben.
Die Empfehlungen zur medikamentösen Therapie des idiopathischen Parkinsonsyndroms sind abhängig von Alter, Vorerkrankungen und Lebensumständen des Patienten. Grundsätzlich gilt es zunächst, die Diagnose zu sichern, andere mögliche Ursachen der Parkinsonsymptome auszuschließen und dann eine Therapie zu beginnen.
Die symptomatische Therapie bei funktionellen Defiziten sollte mit einem Dopaminagonisten begonnen werden. Eine Ergänzung mit Levodopa sollte erst dann erfolgen, wenn eine Monotherapie mit Dopaminagonisten keine zufriedenstellende klinische Kontrolle der Symptome mehr ermöglicht. Zusätzlich kann die Halbwertszeit des Levodopas durch die Gabe eines COMT-Hemmers verlängert werden.
Wenn diese medikamentösen Ansätze in ihren verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten nicht mehr wirksam sind, empfiehlt es sich, über eine chirurgische Interventionsmöglichkeit (z.B. Tiefenhirnstimulation) nachzudenken.
Die medikamentöse Behandlung des idiopathischen Parkinsonsyndroms beim älteren Menschen unterscheidet sich durch den frühen Einsatz von Levodopa, häufig schon zu Beginn der Erkrankung. Außerdem ist es notwendig, Zusatzerkrankungen wie koronare Herzerkrankung, Lebererkrankungen, Ödeme sowie mögliche Wechselwirkungen der Parkinsonmedikamente mit einer bereits bestehenden Medikation in die Therapieentscheidung mit einzubeziehen.
Neben der medikamentösen Therapie können die regelmäßige krankengymnastische Übungsbehandlungen und, abhängig von der Symptomatik, auch eine zusätzlich durchgeführte Logo- oder Ergotherapie von Nutzen sein. Ferner ist es wichtig, gut über die Erkrankung und mögliche Hilfsmittel informiert zu sein.
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