Neurologische Station
Auf der Station 2 der Klinik werden Patienten aus dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen diagnostiziert und therapiert. Die Behandlung erfolgt durch ein eingespieltes Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten. Im Hinblick auf die wissenschaftliche Ausrichtung des Instituts werden insbesondere Patienten mit entzündlichen ZNS-Erkrankungen (Multiple Sklerose, Borreliose), Bewegungsstörungen (M. Parkinson, Restless Legs, Tremor, Koordinationsstörungen) und endokrinologischen Krankheitsbildern (Hypophysen- / Nebenniereninsuffizienz) behandelt. Das Spektrum der Erkrankungen umfasst weiterhin Schlaganfälle, Anfallsleiden, Synkopen, Demenzen und Polyneuropathien.
Neben 18 normalstationären Betten (8 Zweibettzimmer, 2 Einzelzimmer) - mit eigenem Sanitärbereich, Telefon und TV-Anschluss - steht ein Überwachungszimmer mit 4 Monitorbetten zur Verfügung. Es ermöglicht die kontinuierliche Registrierung von EKG, Atemfrequenz, Blutdruck und perkutaner Sauerstoffsättigung, so dass überwachungsbedürftige Patienten (mit Schlaganfällen, epileptischen Anfällen, Hirnhautentzündungen) behandelt werden können. Eine Video-Anlage gestattet die kontinuierliche Beobachtung dieser Patienten aus dem Schwesternstützpunkt.
Zur Diagnostik des breit gefächerten Krankheitsspektrums stehen moderne apparative Voraussetzungen zur Verfügung: Elektroencephalographie (EEG), Elektromyographie (EMG) / Elektroneurographie (ENG), Evozierte Potentiale (visuell, akustisch und somato-sensorisch), Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße, 24 Stunden Blutdruck-Messung und ein Kipptisch zur Abklärung autonomer Funktionsstörungen.
Weiterhin verfügt unser Institut über eine Neuroradiologische Abteilung mit der Möglichkeit zur Kernspintomographie von Gehirn und Rückenmark, MRT-Angiographie und Spektroskopie sowie ein Liquorlabor und eine Neuropsychologische Abteilung.
In Zusammenarbeit mit der Internistisch - Neuroendokrinologischen Abteilung des Instituts werden Schilddrüsensonographie, Oberbauchsonographie, Echokardiographie, Langzeit-EKG, sonographische Knochendichtemessung und Restharnbestimmung sowie hormonelle Funktionstests durchgeführt.
Durch eine langjährige Kooperation mit dem Krankenhaus München-Schwabing, das baulich mit dem MPI verbunden ist, sind radiologische (konventionelles Röntgen, Computertomographie) und nuklearmedizinische Untersuchungen (Schilddrüsen-, und Skelettszintigraphie) sowie konsiliarische Untersuchungen anderer Fachgebiete (z. B. Chirurgie, Augenheilkunde, ...) gewährleistet. Die Patienten werden hierzu von geschultem Personal zu den Untersuchungen gebracht.
Die medikamentöse Therapie wird durch ein umfassendes Angebot an Physiotherapie (Krankengymnastik, Atemtherapie, Körperwahrnehmung, Massage und physikalischer Therapie) unterstützt. Die hierzu erforderlichen Räumlichkeiten (drei Gymnastikräume, Turnhalle und Schwimmbad) sind im Haus vorhanden. Das Angebot wird durch Ergotherapie zur Schulung von Feinmotorik und Kognition sowie durch Bewegungstherapie / Sporttherapie, ergänzt.
Bereits während des stationären Aufenthaltes sorgt unser Sozialdienst dafür, dass die Patienten nach der Entlassung adäquat versorgt sind. Abhängig vom Krankheitsbild und den individuellen Beschwerden wird z. B. eine anschließende Heilbehandlung oder die häusliche Versorgung mittels ambulanter Pflegedienste organisiert. In anderen Fällen wird bei der Beschaffung von Pflegemitteln oder bei der Suche nach einem geeigneten Pflegeheim geholfen.
Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Spezialambulanzen für entzündlichen ZNS-Erkrankungen, Bewegungsstörungen und Neuroendokrinologie wird gewährleistet, dass Patienten mit diesen Krankheitsbildern ambulant weiter betreut oder im Falle einer Verschlechterung stationär aufgenommen werden können.


