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Leitung:

Jürgen Hinrichs
Tel: 089/30622-331

 

Stellvertreter:
Gvido Vrzdovnik


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Pflegemanagement

In der pflegerischen Betreuung steht der individuelle Austausch mit dem Patienten im Zentrum, um eine adäquate und gut abgestimmte Behandlung gewährleisten zu können. Neben dem behandelnden Arzt wird die Zeit des stationären Aufenthaltes durch eine feste Bezugsperson aus dem Pflegeteam begleitet.

Die enge Abstimmung mit Ärzten und Therapeuten ist Grundlage der gesamttherapeutischen Zusammenarbeit und ermöglicht einen optimalen Behandlungsplan. Die gesamttherapeutische Betreuung gestalten die Pflegekräfte durch Gruppen- und umfassende Einzelbetreuung in vielfältigsten Bereichen zielorientiert mit.

 

Der Leitsatz der Max Planck Gesellschaft - "Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen" von Max Planck (1919) - ist Grundlage unserer  Pflegephilosophie.

 

Pflege in der Psychiatrie:

Psychische Erkrankungen gehen häufig einher mit Symptomen wie beispielsweise Antriebslosigkeit, fehlender Lebensfreude, vermindertem Selbstwertgefühl, Schuldgefühlen, Ängsten, Konzentrationsschwächen, Wahrnehmungs- und Denkstörungen, Schlafstörungen und einem sozialen Rückzug.

Hier setzt – in enger Zusammenarbeit mit anderen therapeutischen Berufsgruppen – die pflegetherapeutische Arbeit an. Mit Hilfe von Einzelgesprächen, Gruppengesprächen und Gruppenarbeit, Soziotherapie (Training von Alltagsfähigkeiten) und verhaltenstherapeutischen Programmen wollen wir den Patienten darin unterstützen, sein eigenes seelisches und körperliches Wohlbefinden wiederzuerlangen. Dies geschieht dem Krankheitsverlauf entsprechend durch eine umfangreiche Aufklärung über die jeweilige Krankheit, den Aufbau einer angemessenen Krankheitseinsicht, die Vermittlung von Möglichkeiten des Selbstmanagements und die Befähigung zur Krankheitsvorbeugung. Einen hohen Stellenwert nehmen auch die Bewusstmachung und der Aufbau der vorhandenen Fähigkeiten und positiven Eigenschaften des Patienten ein.

 

Pflegerische Tätigkeiten im multiprofessionellen Team
Einzelgespräche Verhaltenstherapeutisches Training Verhaltenstherapeutische Gruppe Pflegestandards
Training der Alltagsfähigkeiten Angehörigengruppe Ressourcen des Patienten Außenaktivität
Familiengespräche Themenzentrierte Interaktion Aufbau der pos. Aktivitäten Klärung der Arbeitssituation
Kochgruppe Gruppengespräche Klärung der Wohnungssituation Progressive Muskelentspannung
Pflegeplanung Tagesplanung/Wochenplanung Bezugs- /Bereichspflege Partnergespräch

 

In unserer facettenreichen Kliniktätigkeit wollen wir für den Patienten ein kompetenter Partner sein, der legitimiert ist, den Behandlungsverlauf durch professionelles Handeln zu optimieren. Dabei kann das Pflegeteam, je nach theoretischer und praktischer Fundierung und Aufgabenstellung, mit unterschiedlichen Modellen und Methoden, vermitteln, informieren, direkt intervenieren und selbständig und eigenverantwortlich den Behandlungsprozess mitgestalten.

 

Pflege in der Neurologie:

Viele neurologische Erkrankungen erfordern in ihrer Behandlung und Versorgung eine umfassende Pflegekompetenz in der positiven Auseinandersetzung mit internistischen, chirurgischen, psychiatrischen und anderen Krankheitsbildern. Die Pflege in der Neurologie ist charakterisiert durch eine individuelle körperliche und zugleich seelische Betreuung. Unsere neurologische Bereichspflege wird aktivierend und ressourcenorientiert unter Einbeziehung der Angehörigen ausgeführt. Dabei nutzen wir mit der Pflegevisite ein Instrument zur Verbesserung des Informationsflusses zwischen Patient und Pflegepersonal.

Die Pflegevisite ist eine partnerschaftliche Beziehung, in der gemeinsam unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche des Patienten nach Wegen und Zielen gesucht wird. Sie bedeutet für uns, dem Patienten zu helfen und ihn zu ermutigen, seine Persönlichkeit wahrzunehmen. Wir informieren, beraten und beziehen den Patienten in die Problemlösungen sowie wichtigen Entscheidungen ein. Die Pflegevisite findet viermal wöchentlich statt.

 

Mitarbeiter und Qualifikationen:

Im Pflegebereich sind von 106 Mitarbeitern 101 vollexaminierte Pflegekräfte, eine Arzthelferin, eine KPH sowie drei Pflegehelfer beschäftigt. Von den in den psychiatrischen Stationen und Abteilungen tätigen Mitarbeitern haben etwa ein Drittel die Fachweiterbildung. Zusätzlich zu den allgemeinen Fort- und Weiterbildungen verfügen unsere Mitarbeiter über folgende Qualifikationen:

Fachweiterbildung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft

Qualitätsberater

CPR-Trainer (Cardiopulmonale Reanimationstrainer nach der Richtlinien der AHA, ERC und ILCOR)

Wundexperte

Multiple Sklerose zertifizierter Spezialist

Study Nurse

Deeskalationstrainer

Endokrinologie-Assistent DGE