Psychiatrische Stationen der Klinik
Auf den vier psychiatrischen Stationen der Klinik werden jeweils etwa 25 Patienten aus dem gesamten Spektrum der psychischen Erkrankungen zur Diagnostik und Therapie aufgenommen, insbesondere Patienten mit affektiven Störungen (z.B. Depressionen), Psychosen, Angststörungen und Zwangsstörungen.
Die Behandlung erfolgt auf allen Stationen durch ein Team aus Ärzten, Psychologen, Fachpflegepersonal, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Bewegungs- und Physiotherapeuten sowie weiteren spezialisierten Therapeuten, wie z.B. für Kunst- und Sporttherapie. Unser Behandlungskonzept integriert die medikamentöse Therapie, Verhaltens-, Ergo-, Bewegungs- und Soziotherapie.
Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung ist eine eingehende psychiatrische, psychologische und körperliche Diagnostik, die von den Ärzten der Stationen selbst durchgeführt oder als ergänzende Untersuchungen (z. B. Konsiliaruntersuchungen, EEG, Kernspintomografie, Neuropsychologie) veranlasst wird. Regelmäßige Visiten und Teambesprechungen dienen dazu, für jeden Patienten ein individuell zugeschnittenes Therapiekonzept zu entwickeln. Zum Behandlungsangebot gehören Verhaltenstherapie als Gruppen- und Einzeltherapie, Entspannungsverfahren, Einzel- und Familiengespräche, gemeinschaftliche Unternehmungen der Patienten, verschiedene Bewegungstherapien, Stationssport und Gymnastik, sowie Gruppen für Angehörige.
Auf Station 5, der Station für Akutpsychiatrie, werden insbesondere Patienten behandelt, die an verschiedenen Formen von psychotischen Erkrankungen oder an schwer ausgeprägten depressiven und manischen Zuständen leiden, sowie Patienten, die suizidgefährdet sind. Zur Behandlung stehen dort insgesamt 12 Patientenzimmer zur Verfügung, einschließlich 3 Zimmern, die eine kontinuierliche Beobachtung von Patienten erlauben.
Nach dem Abklingen der akuten Krankheitsphase werden für die Patienten aller psychiatrischen Stationen weiterführende Gruppen und umfassende ergotherapeutische Maßnahmen angeboten, die der Vorbereitung auf die Wiedereingliederung in das Berufsleben oder der Förderung persönlicher Fähigkeiten dienen. Zur Unterstützung im Umgang mit Behörden oder zu Fragen der Eingliederung in Schule, Ausbildung oder Beruf stehen die Mitarbeiter des sozialpädagogischen Dienstes zur Verfügung.
Die Patienten sind in Doppelzimmern und einigen Einzelzimmern untergebracht. Die Mahlzeiten werden gemeinsam in den Aufenthaltsräumen der Stationen eingenommen. Die Einzel- und Doppelzimmer sind großzügig eingerichtet und verfügen über einen eigenen Sanitärbereich. Telefon- und auf den meisten Stationen auch ein TV-Anschluss können auf Wunsch gestellt werden. Mittags und abends kann aus drei Menüs gewählt werden. Bei Bedarf werden Diäten verordnet. Alle Stationen verfügen über Gemeinschaftseinrichtungen für Freizeitaktivitäten (z.B. Musikinstumente ). Um die Selbstständigkeit zu fördern bzw. zu erhalten, übernimmt jeder Patient verschiedene Aufgaben, die für ein Zusammenleben auf der Station notwendig sind. Art und Umfang der Außenaktivitäten während des stationären Aufenthaltes sowie an den Wochenenden im Sinne einer Belastungserprobung werden individuell geregelt. Bei Patienten, die über keine ausreichenden deutschen Sprachkenntnisse verfügen, können die Untersuchungs- und Therapiegespräche aufgrund der internationalen Zusammensetzung unseres Teams in vielen Fällen in ihrer Muttersprache erfolgen.


