Elektrokrampftherapie
Die Elektrokrampftherapie (EKT) beruht auf der medizinisch kontrollierten Auslösung eines Krampfanfalles durch elektrischen Strom. Dieses Verfahren ist auch als "Heilkrampf" bekannt. Die früher häufig gebrauchte Bezeichnung "Elektroschock" ist irreführend, da der zu Behandlungszwecken herbeigeführte Krampfzustand keinesfalls einem "Schock" entspricht.
Die EKT wurde bereits bei vielen psychisch kranken Patienten erfolgreich angewandt, insbesondere dann, wenn eine schwere psychische Krankheit vorliegt und trotz einer Behandlung mit mehreren geeigneten Psychopharmaka sowie durch andere Therapieverfahren keine ausreichende Besserung eintritt. Dies kann nicht zuletzt bei außergewöhnlich kompliziert verlaufenden Depressionen vorkommen.
Die EKT stellt heute ein sicheres Behandlungsverfahren dar. Durch die Anwendung unter Vollnarkose und den Einsatz von Mitteln zur Muskelentspannung werden körperliche Schäden oder Schmerzen während der Behandlung verhindert. Selbstverständlich werden vor einer geplanten EKT-Behandlung alle Fragen und Bedenken des Patienten ausführlich besprochen.
Wir führen die EKT Behandlung auf einer Überwachungseinheit im Krankenhaus München-Schwabing durch. Ein Narkosearzt, eine Krankenschwester und der behandelnde Arzt sind bei der Durchführung anwesend. Die Behandlung erfolgt meistens in einer Serie im Abstand von zwei bis drei Tagen. Viele Patienten erfahren eine Besserung nach etwa 6 bis 12 EKT-Anwendungen.


