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MPI Beteiligung am BMBF-Spitzencluster M4 für eine "Personalisierte Medizin"

Rund 100 Millionen Euro Förderung fließen in den Münchner Forschungsraum

 

Am 25.1.2010 fiel die Entscheidung der unabhängigen Jury zum „Spitzencluster-Wettbewerb“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin. Zu den Gewinnern gehört der Münchner Antrag „m4 - eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung“. Das MPI für Psychiatrie wird zusammen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Novartis Pharma AG für das Projekt zur Etablierung von Modellen für eine individualisierte Tumortherapie mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert.

 

 

Der Behandlungserfolg von Arzneimitteln variiert leider von Mensch zu Mensch erheblich. Seit Jahren leistet das MPI Pionierarbeit für eine personalisierte Medizin. So werden genetische Besonderheiten und physiologische Biomarker bei Patienten aufgespürt, um deren ursächlichen Zusammenhang mit der Wirksamkeit von Medikamenten zu identifizieren. Im Bereich der Depressionstherapie konnten dabei bereits erfolgreich genetische Besonderheiten bei Patienten entdeckt werden, die ein positives Ansprechen auf Antidepressiva begünstigen.

 

In dem nun geförderten Projekt wird es um die Therapieverbesserung für Patienten mit neuroendokrinen Tumoren und Erkrankungen gehen. Grundlage wird der Aufbau eines großen Patientenkollektivs sein, wobei die einzelnen Patienten bezüglich ihrer Erkrankung genau charakterisiert werden. Die Entwicklung von in vitro und in vivo Modellen der Erkrankung zur Testung von therapeutischen Substanzen unter Berücksichtigung einer angestrebten individuellen Tumortherapie stehen im Zentrum.

Das Konsortium unter Beteiligung der Arbeitsgruppe von Prof. Günter Stalla strebt mit der neuen Förderung an, das größte Patientenkollektiv mit Hypophysentumoren in Europa zu etablieren. „Nur die detaillierte Untersuchung einer großen Patientengruppe wird uns erlauben, Biomarker der Erkrankung und deren erfolgreicher Therapie zu identifizieren. Mit diesem Wissen können dann auch Zielstrukturen für zukünftige Medikamente bestimmt und getestet werden,“ führt Günter Stalla aus.

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dr. Barbara Meyer

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Tel.: 089 30622-616

Fax: 089 30622-348

Email: bmeyer[a]mpipsykl.mpg.de


Datum der Pressemitteilung: 26.01.2010