AG Müller: Molekulare Stressphysiologie
Leitung
Kontakt
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
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80804 München
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Wissenschaftliches Profil
Die Arbeitsgruppe “Molekulare Streßphysiologie” bearbeitet in ihren Forschungsprojekten Fragestellungen, die sich aus dem klinischen Verlauf depressiver Erkrankungen und der Behandlung depressiver Patienten herleiten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den komplexen Interaktionen zwischen Depression, Stresshormonregulation und antidepressiver Pharmakotherapie.
Gegenwärtig verfügbare Antidepressiva sind sichere und wirksame Substanzen; jedoch kann nur bei ca. 60 % der Patienten eine vollständige Remission nach 6-8 wöchiger Behandlung mit einem Antidepressivum erzielt werden. Aktuelle Hypothesen zur Wirkweise von Antidepressiva postulieren, dass die Akuteffekte dieser Substanzen auf die monoaminerge Neurotransmission nur einen Initialeffekt darstellen, und dass für die nach frühestens 3 Wochen zu beobachtende klinische Wirkung gänzlich andere molekulare und zelluläre Adaptationsprozesse verantwortlich sind.
Mit Hilfe hypothesenfreier Forschungsansätze und neuartiger tierexperimenteller Stressmodelle sollen neue, bis dahin nicht im Kontext von antidepressiven Wirkmechanismen oder der Stresshormonregulation bekannte Gene identifiziert und weiter charakterisiert werden. Unser Ziel ist es, über ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen die Entwicklung spezifischerer, kausaler Therapieansätze zu ermöglichen.


