AG Wotjak: Neuronale Plastizität
Leitung
Kontakt
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstrasse 2
80804 München
Tel: +49-(0)89-30622-652
Fax: +49-(0)89-30622-610
E-mail: wotjak[a]mpipsykl.mpg.de
Wissenschaftliches Profil:
Unsere Forschungsinteressen gelten der Etablierung und Anwendung von Tiermodellen für Angststörungen und stressinduzierte Psychopathologie. Die Arbeitsgruppe verbindet Mausgenetik mit bildgebenden Verfahren, elektrophysiologischen Ableitungen und Mikrostimulationen, neurochemischen, histologischen und biochemischen Verfahren, pharmakologischen Interventionen und detaillierten Verhaltensanalysen. Im Fokus des Interesses steht das bessere Verständnis der biologischen Grundlagen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS; englisch Posttraumatic Stress Disorder, PTSD) und der Panikerkrankung mit dem ultimativen Ziel, effizientere und besser tolerierbare Behandlungsstrategien zu entwickeln. Deshalb gilt ein besonderes Augenmerk der pharmakologischen „Ausbeutung“ des körpereigenen Cannabissystems. Durch die Kombination von Ex vivo- und In vivo-Methoden der funktionellen Neuroanatomie sind wir bestrebt, die neuronale Matrix zu entschlüsseln, die dem Traumagedächtnis, dem generalisierten Meideverhalten und der Übererregbarkeit zu Grunde liegt. Gleichzeitig sind wir an Prozessen interessiert, die zu einer Extinktion aversiver Gedächtnisinhalte führen, was die Optimierung verhaltenstherapeutischer Ansätze und die tatsächliche Gedächtnislöschung beinhaltet.
Unser methodisches Repertoire schließt Verhaltenspharmakologie, Mikrodialyse, In vivo-Elektrophysiologie (extrazelluläre Ableitungen synchronisierter neuronaler Aktivität und von lerninduzierten Plastizitätsprozessen, Mikrostimulationen, optogenetische Methoden), bildgebende Verfahren (In vivo-Magnetresonanzspektroskopie, manganese-enhanced MRI, Ultramikroskopie) und biochemische Routineanalysen ein.


